Vor- und Nachteile von Objektdatenbanken

Vorteile und Nachteile von Objektdatenbanken 

Bei einer Objektdatenbank oder auch einer objektorientierten Dankenbank handelt es sich um ein Datenbankmodell, bei dem das Datenbankmodell die Beziehungen zwischen den Objekten eigenständig verwaltet.

Dabei bezeichnet ein Objekt üblicherweise einen Begriff oder einen Gegenstand, der durch entsprechende Attribute näher beschrieben wird. So wäre beispielsweise ein Hotel ein Objekt, dem Attribute wie Name, Anzahl der Zimmer, Lage oder Ausstattungsmerkmale zugeordnet sind.

Bei einer Objektdatenbank werden alle Daten sowie die Funktionen, die einen Zugriff auf die Daten ermöglichen, gemeinsam in den Objekten abgelegt, wobei Objekte Daten oder Eigenschaften von anderen Objekten erben können.

Im Unterschied dazu werden die Daten in beispielsweise relationalen Datenbanken als Zeilen in Tabellen verwaltet und es sind beliebige Beziehungen zwischen den Daten möglich. Im Vergleich mit anderen Datenbankmodellen weisen Objektdatenbanken einige Vorteile, jedoch auch Nachteile auf.

Die Vorteile:

       

Da die Objekte über die Beziehungen abgefragt werden können, die in der Datenbank gespeichert sind, ist es nicht notwendig, mehrere Tabellen der Datenbank durch Verbindungen zu komplexen Datenobjekten zusammenzusetzen.

       

Objektdatenbanken erleichtern den Zugriff auf Daten, insbesondere wenn diese eine komplexe Struktur haben, denn eine Objektdatenbank ist so programmiert, dass bekannt ist, welche Daten zusammengehören. Während bei relationalen Datenbanksystemen das Abfrageergebnis eine Menge aus Datensätzen ist, können in Objektdatenbanken mittels bestimmter Abfragesprachen auch einzelne Objekte abgefragt werden.    

       

Bei relationalen Datenbanken müssen die Daten vielfach mit einem Schlüssel, dem Surrogate Key, versehen werden, um eine eindeutige Objektidentität sicherzustellen. Bei einer Objektdatenbank erhalten die Daten automatisch IDs, die das System selbstständig verwaltet.

       

Wurde die Anwendung in einer objektorientierten Programmspiersprache erstellt, handelt es sich bei der Datenbank jedoch um ein relationales Datenbanksystem, muss im Regelfall mit objektrelationalen Abbildungen gearbeitet werden.

Dabei handelt es sich im Softwarekomponenten, die als Vermittler zwischen der objektorientierten Software und der relationalen Datenbank fungieren und so das Problem, das als objekt-relational impedance mismatch bezeichnet wird, lösen. Wird ein objektorientiertes Datenbanksystem verwendet, ist eine direkte Kommunikation ohne Vermittler mit der Datenbank möglich.

Die Nachteile:

       

Insgesamt sind Objektdatenbanken nur wenig verbreitet. Daher gibt es zahlreiche Tools und Schnittstellen, die in Objektdatenbanken nicht eingesetzt werden können.

       

Es gibt einige Anfragen, bei denen relationale Datenbanken deutlich vorteilhafter sind. Dies begründet sich beispielsweise durch die Zugriffspfade, die bei Objekten entstehen, auf die über unterschiedliche Pfadarten wie Assoziation und Vererbung zugegriffen wird.

Dadurch erhöht sich nämlich die Komplexität bei Schreiboperationen in der Sperrverwaltung exponentiell und dies wiederum kann zu Leistungsproblemen führen.

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