Datensicherheit im Home-Office – 4 Tipps

Datensicherheit im Home-Office – 4 Tipps

Am Arbeitsplatz im Unternehmen sorgt üblicherweise der Arbeitgeber dafür, dass die Datensicherheit gewährleistet ist. Doch inzwischen arbeiten immer mehr Mitarbeiter vom Home-Office aus. Und oft war der Umzug ins heimische Büro weder geplant noch gut vorbereitet. Stattdessen erfolgte er mehr oder weniger spontan, weil die Situation eine schnelle Lösung notwendig machte.

Datensicherheit im Home-Office - 4 Tipps

Optimal wäre, wenn der Mitarbeiter Zuhause ein abschließbares Arbeitszimmer hätte, zu dem außer ihm niemand Zutritt hat. Außerdem sollte der berufliche Internetanschluss vom privaten getrennt sein und sowohl die Anbindung ans Netz als auch die Datenübertragung abgesichert und verschlüsselt erfolgen.

Die Realität sieht aber oft anders aus. So wird auf die Schnelle irgendwo in der Wohnung eine Ecke zum Arbeitsplatz umfunktioniert. Als Arbeitsgerät kommt der eigene, private Computer oder Laptop zum Einsatz und der Zugang zum Internet läuft über den heimischen Anschluss, den auch die anderen Familienmitglieder nutzen. Mit Blick auf den Datenschutz ist das natürlich nicht ideal.

Auch die beste Infrastruktur kann zwar nicht alle Sicherheitslücken schließen. Ein gewisses Restrisiko wird immer bleiben. Doch wenn personenbezogene oder vertrauliche Daten verarbeitet werden, spielt der Datenschutz nun einmal eine wichtige Rolle.

Selbst im improvisierten Home-Office gibt es aber gute und recht einfach umsetzbare Maßnahmen, die die Datensicherheit deutlich erhöhen.

Hier sind vier Tipps dazu!

  1. Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bei einer Authentifizierung mit zwei Faktoren ist das eigene Konto nicht nur durch den Benutzernamen und ein Passwort gesichert. Stattdessen muss die Identität durch eine zweite, zusätzliche Abfrage bestätigt werden.

Die meisten kennen dieses System aus dem Online-Banking. Um sich ins Bankkonto einzuloggen oder eine Aktion wie zum Beispiel eine Überweisung ausführen, muss sich der Nutzer zuerst mit seiner Kundennummer oder seinem hinterlegten Benutzernamen und der PIN anmelden.

Anschließend braucht er noch eine Transaktionsnummer, die ihm entweder per SMS auf sein Handy geschickt wird oder die er mit einem Gerät selbst generiert. Erst nach der Eingabe dieses zusätzlichen Codes wird die gewünschte Transaktion durchgeführt.

Beim Bezahlen im Internet ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung ebenfalls üblich. Doch nur wenige wissen, dass mit dem Verfahren auch gängige Online-Anwendungen wie Cloud-Dienste oder soziale Netzwerke geschützt werden können. Und mit Blick auf die Datensicherheit im Home-Office ist das eine sehr hilfreiche Maßnahme.

Zugegebenermaßen kann es mitunter nervig sein, ständig mit irgendwelchen Passwörtern und Zugangscodes zu hantieren. Aber auf diese Weise lässt sich das Risiko, dass Unbefugte Zugriff auf die Daten bekommen, deutlich senken.

Dass jede Anwendung ein eigenes und sicheres Passwort braucht und der Heimarbeiter eine Sitzung immer mit einem richtigen Ausloggen beendet, dürfte klar sein.

  1. VPN-Client

Im Zusammenhang mit der Datensicherheit fällt regelmäßig der Begriff VPN. Das Kürzel VPN steht für Virtual Private Network (oder auf Deutsch: Virtuelles Privates Netzwerk) und beschreibt eine Verbindung zwischen Computern, die verschlüsselt und damit sicher über das Internet stattfindet.

Experten raten dringend dazu, dass die Anbindung des Computers im Home-Office an das Firmennetzwerk immer über ein VPN erfolgen sollte.

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Ein VPN verhindert, dass Dritte Daten über die Aktivitäten im Internet sammeln können. Der Nutzer kann anonym surfen, sieht nicht ständig abgestimmte Werbeeinblendungen und umgeht die dynamische Preisgestaltung. Auch der Zugriff auf Inhalte, die im jeweiligen Land gesperrt sind, wird durch ein VPN blockiert.

Der entscheidende Punkt für die Datensicherheit ist aber, dass ein VPN dafür sorgt, dass Hacker vertrauliche Daten unterwegs kaum abfangen können. Die Einrichtung eines VPNs ist nicht schwer. Alles, was dafür benötigt wird, ist ein entsprechender Client.

Übrigens:

Eine sichere Anbindung an das Internet ist nicht nur für den Computer wichtig. Auch alle anderen Geräte sollten geschützt sein. Das betrifft zum Beispiel den Drucker, der per WLAN mit dem Netzwerk kommuniziert.

  1. Updates

Betriebssysteme sind meistens ganz gut gegen Angriffe abgesichert. Denn die Anbieter beschäftigen IT-Spezialisten, die einerseits selbst nach Sicherheitslücken suchen und andererseits Bedrohungen sehr genau beobachten. Taucht ein Problem auf, werden zeitnah Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Damit die Sicherheitsvorkehrungen und Verbesserungen greifen können, müssen auf dem eigenen Computer aber regelmäßig die verfügbaren Updates installiert werden. Dass außerdem ein Betriebssystem verwendet werden muss, dass vom Anbieter überhaupt noch unterstützt wird, versteht sich von selbst.

Doch nicht nur das Betriebssystem, sondern auch die Anwendungen, die auf dem Computer installiert sind, bieten Angriffsflächen. So wie IT-Sicherheitsexperten nach Schwachstellen suchen, arbeiten auch Hacker permanent daran, Lücken in gängigen Anwendungen aufzuspüren, die sie dann für ihre Zwecke nutzen können.

Um die Datensicherheit im Home-Office zu erhöhen, ist deshalb unumgänglich, das Betriebssystem und alle installierten Programme auf einem aktuellen Stand zu halten und regelmäßig empfohlene Updates aufzuspielen.

  1. Anti-Viren-Software

IT-Experten zufolge machen sich jeden Tag unzählige neue Viren und Schädlinge auf den Weg. Um den Computer im Home-Office abzusichern, sollte deshalb eine aktuelle Anti-Viren-Software installiert sein. Sie kann verhindern, dass Malware auf den Rechner gelangt.

Auf dem Markt sind viele Programme erhältlich, die einen guten Job machen. Welches Produkt es am Ende wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Fast alle Anbieter ermöglichen, die Software eine bestimmte Zeit lang kostenlos auszuprobieren.

Später werden bei einem Abo je nach Anbieter und Leistungsumfang Kosten in einem Rahmen zwischen ungefähr 20 und 60 Euro pro Jahr fällig. Vielleicht übernimmt der Arbeitgeber diese Kosten oder beteiligt sich zumindest daran. Nachfragen lohnt sich also.

Eine Anti-Viren-Software schützt nicht nur vor Bedrohungen, sondern ermöglicht oft auch ein Backup der Daten. Diese Funktion sollte der Heimarbeiter regelmäßig nutzen. Sollte ein technischer Defekt auftreten oder es ein Virus doch auf den Rechner schaffen, sind so nämlich zumindest die Daten nicht verloren.

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Gerd Tauber, 42 Jahre, Programmierer, Samuel Wilders, 37 Jahre, IT- Experte und Markus Berthold 44 Jahre, Inhaber einer Medienagentur, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema IT, Internet, Hardware, Programmierung, Software und IT-Jobs.

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