Grundwissen zu Standby-Datenbanken

Grundwissen zu Standby-Datenbanken 

Bei Standby-Datenbanken handelt es sich um Kopien von Produktionsdatenbanken, deren Synchronisierung durch archivierte Redo Log Dateien erfolgt. Die wesentliche Aufgabe von Standby-Datenbanken besteht in der Schutzfunktion, wenn es zu einem Ausfall der Soft- oder Hardware des Produktionsrechners kommt.

Insofern ist sinnvoll, die Standby-Datenbank auf einem anderen Rechner zu installieren.

Durch eine Aktivierung kann die Standby-Datenbank bei einem Ausfall der Produktionsdatenbank dann zur aktuellen Produktionsdatenbank umgewandelt werden.

Eine Standby-Datenbank erfüllt jedoch nicht nur eine Schutzfunktion, sondern kann auch verwendet werden, um zusätzliche Auswertungen vorzunehmen. 

Für den Betrieb von Standby-Datenbanken stehen drei unterschiedliche Modi zur Verfügung, wobei Wechsel zwar jederzeit möglich sind, die Datenbank aber immer nur in einem Modus betrieben werden kann:

1.       Managed Recovery Mode.

Bei diesem Betriebmodus erfolgt die Anwendung der archivierten Redo Log Dateien auf der Standby-Datenbank automatisch über eine Verbindung.

Die Vorteile dieses Betriebsmodus liegen darin, dass die Standby-Datenbank immer auf dem aktuellen Stand ist und durch den automatisierten Ablauf die Notwendigkeit von manuellen Eingriffen entfällt. Zudem ist der Datenverlust sehr gering.

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Nachteilig ist jedoch, dass eine entsprechende Verbindung benötigt wird und Fehler automatisch auch unmittelbar in der Standby-Datenbank angewandt werden.

2.       Manual Recovery Mode.

Hierbei werden archivierte Redo Log Dateien manuell in die Standby-Datenbank transferiert und angewandt. Vorteilhaft dabei ist, dass Aktualisierungen individuell und nach Bedarf vorgenommen werden können.

Zudem werden defekte oder fehlerhafte Daten nicht automatisch übertragen und auch die Notwendigkeit einer Verbindung zwischen Standby- und Produktionsdatenbank entfällt.

Nachteilig ist jedoch, dass regelmäßige manuelle Eingriffe notwendig sind, um die Datenbank auf aktuellem Stand zu halten. Außerdem kann es zu Datenverlusten kommen, wenn der Zugriff auf bereits archivierte Redo Log Dateien nicht mehr möglich ist.

3.       Read Only Mode.

Wird die Datenbank in diesem Modus betrieben, kann der Nutzer die Daten lesen. Auf diese Weise werden Belastungen der Produktionsdatenbank durch zahlreiche Lesezugriffe ausgeschlossen.

Nachteilig ist aber, dass keine archivierten Redo Log Dateien angewandt werden können und die Daten nicht automatisch aktualisiert werden.

Um eine Standby-Datenbank anzulegen, muss zunächst eine Kopie der Produktionsdatenbank mit aktiviertem Archive Log Modus erstellt werden. Zudem muss festgelegt werden, auf welchem Rechner die Standby-Datenbank installiert und in welchem Betriebsmodus sie betrieben werden soll.

Wird die Standby-Datenbank auf dem gleichen Rechner installiert, auf dem sich auch die Produktionsdatenbank befindet, müssen zudem alle Dateinamen in der Standby-Datenbank umbenannt werden.

Die grundlegenden Schritte beim Anlegen der Standby-Datenbank gestalten sich wie folgt:

1.       Eine Kopie der Produktionsdatenbank wird erstellt.

2.       Eine Steuerdatei für die Standby-Datenbank wird erstellt.

3.       Die Steuerdatei und die Datenbankdateien werden auf den Zielrechner kopiert.

4.      Je nach Betriebsmodus wird eine Netzwerkverbindung zwischen der
Produktions- und der Standby-Datenbank hergestellt.

5.       Die Initialisierungsparameter beider Datenbanken werden konfiguriert.

6.       Die Standby-Instanz wird gestartet.

Weiterführende Anleitungen, Tipps und Datenmanagement:

Thema: Grundwissen zu Standby-Datenbanken

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Gerd Tauber, 42 Jahre, Programmierer, Samuel Wilders, 37 Jahre, IT- Experte und Markus Berthold 44 Jahre, Inhaber einer Medienagentur, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema IT, Internet, Hardware, Programmierung, Software und IT-Jobs.

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