Die wichtigsten Tipps bei einen Datenverlust

Die wichtigsten Tipps bei einen Datenverlust 

Es gehört sicherlich mit den zu schlimmsten und ärgerlichsten Szenarien für jeden PC-Nutzer, wenn Daten scheinbar plötzlich und ohne erkennbaren Grund verschwunden sind.

Sind Dateien wie Textdokumente, Bilder und Videos oder gar ganze Programme einfach nicht mehr auffindbar und bleibt auch die Suche in diversen Ordnern und Verzeichnissen erfolglos, stellen sich die Fragen, wie es zu dem plötzlichen Datenverlust kommen konnte und welche Möglichkeiten es überhaupt noch gibt, um die Daten wiederherzustellen.

Grundsätzlich gibt es durchaus Möglichkeiten, um verloren geglaubte Daten zu retten, auch wenn dies oftmals entsprechend versierte Computerkenntnisse voraussetzt. Allerdings gibt es einige Tipps und Tricks, auf die auch ein unerfahrener PC-Nutzer zurückgreifen kann, um plötzlich verschwundene Daten wiederzufinden, die Ursachen zu ermitteln und vor allem um zu verhindern, dass es überhaupt zu solchen plötzlichen Datenverlusten kommt.  

Hier also die wichtigsten Tipps bei einen Datenverlust in der Übersicht: 

1. Keine Panik!

Auch wenn es sehr ärgerlich ist, wenn Daten plötzlich verschwunden zu sein scheinen, bringt es überhaupt nichts, in Panik zu geraten. Hektische und unüberlegte Rettungsversuche können ganz im Gegenteil nämlich noch schlimmere Folgen haben, beispielsweise dann, wenn in die Systemsteuerung eingegriffen wird.

Gerade auf der Suche nach Daten neigen viele PC-Nutzer dazu, irgendwelche Elemente und Programme anzuklicken, die Dialogfenster aber nicht richtig zu lesen. Die Folge hiervon ist dann meist, dass die verlorenen Daten verschwunden bleiben und gleichzeitig weitere Daten gelöscht werden.

Somit gilt also im Fall eines Datenverlustes, ruhig zu bleiben und besonnen vorzugehen.  

2. Die Daten richtig suchen

Es ist eigentlich nicht möglich, dass der Computer einfach so und ohne Grund Daten löscht, denn ein Computer handelt nicht willkürlich und in Eigenregie, sondern reagiert immer nur auf die Anweisungen, die er erhält. Insofern erklärt sich ein plötzlicher Datenverlust in vielen Fällen damit, dass der PC-Nutzer versehentlich oder unbewusst den Befehl erteilt hat, die Daten zu verschieben oder zu löschen.

Sinnvoll ist daher, den Computer systematisch zu durchsuchen, um die Daten wiederzufinden. Zum Suchen von Daten verfügt jedes Betriebssystem über eine entsprechende Suchfunktion. Wird diese Suchfunktion aufgerufen, gibt der Nutzer zunächst den Namen der Datei an. Zudem können weitere Angaben hinzugefügt werden, beispielsweise die Größe der Datei, das Format oder das Datum der letzten Nutzung. Außerdem kann der Nutzer festlegen, ob der gesamte Computer oder nur bestimmte Teilabschnitte durchsucht werden sollen.

Anschließend startet die Suche und sobald diese beendet ist, werden die entsprechenden Ergebnisse präsentiert.   Lohnenswert ist außerdem immer auch der Blick in den Papierkorb. Daten, die versehentlich gelöscht wurden, befinden sich zwar nicht mehr an ihrem ursprünglichen Speicherort, sind aber noch auf der Festplatte vorhanden und werden jetzt im Papierkorb angezeigt. Durch einen Klick auf die jeweilige Datei kann diese dann problemlos wiederhergestellt werden.

 

3. Ursachen ermitteln

Neben dem unbeabsichtigten Verschieben oder Löschen der Daten kann sich der Datenverlust auch damit begründen, dass die jeweilige Anwendung von einem anderen Programm blockiert wird. Dies ist vielfach bei Anti-Viren-Programmen der Fall, die ein Programm als gefährlich oder unzulässig einstufen und dadurch dessen Ausführung verhindern können.

In diesem Fall ist es zunächst sinnvoll, die aktuell installierten Programme zu überprüfen. Dies ist über ein entsprechendes Feld im Startmenü möglich, durch das alle Programme und Anwendungen aufgelistet werden, die aktuell auf dem PC vorhanden sind. Ist die gesuchte Anwendung installiert, wird sie aber durch ein Anti-Viren-Programm unterdrückt, müssen entweder die Einstellungen der jeweiligen Programme geändert oder das Anti-Viren-Programm deaktiviert werden.

Eine andere mögliche Ursache kann darin liegen, dass die jeweilige Anwendung abgelaufen ist. Dies ist häufig bei Anwendungen der Fall, die als Freeware oder als Demoversion kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können, aber an eine bestimmte Nutzungsdauer gebunden sind.

Nach Ablauf dieses Zeitraumes ist das Programm zwar noch auf dem Rechner vorhanden, kann aber nur noch dann vollständig und korrekt ausgeführt werden, wenn der Nutzer die üblicherweise kostenpflichtige Komplettversion erwirbt.  

4. Professionelle Datenrettungsprogramme

Selbst wenn die Daten nicht nur in den Papierkorb verschoben wurden, sondern der Papierkorb bereits geleert wurde, sind die Daten noch zu retten. Dies liegt daran, dass Einzelteile der Dateien in kleinsten Stücken verteilt über die Festplatte erhalten bleiben. Endgültig gelöscht werden Daten nur durch professionelle Löschprogramme, die die Daten mehrfach löschen und die verbliebenen Bruchstücke mit einem leeren Wert überschreiben.

Daten, die ohne ein professionelles Löschprogramm entfernt wurden, können mithilfe von Datenrettungsprogrammen wiederhergestellt werden. Dazu werden der Name, die Größe und das Format der Datei angegeben und das Programm durchsucht die gesamte Festplatte nach den Dateiteilen, die auf der Festplatte vorhanden sind.

Dadurch können die Dateien dann gerettet werden. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen. Kostenlose oder einfache Datenrettungsprogramme können die Dateien meist nur in Bruchstücken retten. Professionelle Programme hingegen können die Dateien oft vollständig wiederherstellen, haben allerdings auch ihren Preis.  

5. Datenverluste verhindern

Um sich vor ungewollten Datenverlusten zu schützen, können unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Eine sichere Variante besteht in einem sogenannten Back Up, durch das alle Daten auf der Festplatte, die installierten Programme und die Haupteinstellungen des Computersystems gesichert werden.

Kommt es zu einem Datenverlust oder einem Systemfehler, ist die Möglichkeit zur Wiederherstellung durch das Back Up gewährleistet. Einzelne Dateien oder Verzeichnisse können außerdem auch auf externen Datenträgern wie beispielsweise externen Festplatten, CDs und DVDs oder USB-Sticks gesichert werden.

Sinnvoll ist außerdem, die Festplatte regelmäßig auf mögliche Fehler zu überprüfen. Dies ist beispielsweise durch eine Defragmentierung möglich, durch die die vorhandenen Daten geordnet und neu gespeichert werden.

Weiterführende Anleitungen,Beispiele und Tipps für Daten und Programmen:

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