Datenbanken Risiko

Datenbanken als Risiko 

Datenbanken bieten eine Menge von Vorteilen: Informationen aus dem jeweiligen Bereichen werden übersichtlich abgelegt und je nach Datenbank hat jeder oder nur ein bestimmter Personenkreis Zugriff auf diese Daten. Aber Einträge in Datenbanken können auch ein Risiko bergen. Sicher weiß jeder, dass er, wenn er Daten per Internet übermittelt, das Risiko eingeht, dass Dritte diese Daten abfangen können, auch wenn sich die Betreiber, die die Daten in ihrer Datenbank speichern, bemüht sind, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.

Bei jeder Bestellung, Zahlung per Kreditkarte oder der Nutzung von diversen Rabatt- und Prämiensystemen hinterlässt der Kunde Datenspuren. Daneben gibt es die vielen Datenhändler, die im Grunde genommen nichts anderes machen, als Daten einzusammeln und an Datenbankbetreiber zu verkaufen. Solange es sich dabei nur um Daten handelt, die zu irgendwelchen Werbezwecken verwendet werden, mag dies zwar ärgerlich, jedoch nicht wirklich gefährlich sein.

Das deutsche Datenschutzgesetz 

Aber befindet sich ein Eintrag in einer der Datenbanken, die beispielsweise von Banken, Versicherern, Investmenthäusern oder der Justiz abgefragt werden, kann dies für den Betroffenen unangenehme Folgen haben.

So wird eine Rechtsschutzversicherung einen Kunden, der im Vorfeld etwa drei Anfragen bezüglich der Kostenübernahme gestellt hat, eher nicht ohne Mehrkosten versichern wollen und ein Kunde, der irgendwann einmal Kontakt mit einem Inkassounternehmen hatte oder über den Einträge bezüglich seines Zahlungsverhaltens vorhanden sind, eher Schwierigkeiten haben, wenn er eine Finanzierung beantragt. Grundsätzlich sieht das deutsche Datenschutzgesetz vor, dass die gespeicherten Informationen zweckgebunden sind und somit auch nicht ohne weiteres ausgetauscht werden dürfen. Zudem hat jeder, zumindest in der Theorie, die Möglichkeit, die über ihn gespeicherten Daten abzufragen und bei Bedarf richtig zu stellen.

Allerdings setzt dies voraus, dass der Betroffene weiß, wo welche Daten von ihm gespeichert sind – und genau hier liegt das eigentliche Problem.

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