Übersicht zu Fachdatenbanken

Infos und Übersicht zu Fachdatenbanken 

Bei Fachdatenbanken handelt es sich um Wissensdatenbanken, die fachspezifische Informationen erfassen und auf klassischen Dokumentationssystemen ausgeben.

Klassischerweise lassen sich Fachdatenbanken in zwei Kategorien einteilen, nämlich einerseits in Volltextdatenbanken, die Dokumente bereitstellen, und andererseits in Fachdatenbanken, die Verweise auf Dokumente enthalten.

 

 

 

Hier eine Übersicht: 

 

       

Im Zusammenhang mit Fachdatenbanken gibt es unterschiedliche Datenbanktypen. Eine Einteilungsmöglichkeit ergibt sich nach der Art, wie die Informationen gespeichert sind.

Bibliographische Datenbanken, die auch als Literatur- und Referenzdatenbanken oder Bibliographien bezeichnet werden, kennzeichnen die Inhalte anhand von Titel, Autor oder Verlag sowie teilweise kurzen Inhaltsangaben.

Faktendatenbanken enthalten numerische und statistische Daten, betriebliche Daten, Markt-, Wirtschafts- und Wirtschaftsinformationen oder Angaben zu chemischen und physikalischen Einheiten. Daneben gibt es beispielsweise Bilddatenbanken, Tondatenbanken, Link-Datenbanken oder Software-Datenbanken.

Weitere recht einfache Unterscheidungen erfolgen anhand des inhaltlichen Themas, des geografischen Bezugs oder der verwendeten Sprache.

 

       

Fachdatenbanken kennen grundsätzlich mehrere Zugriffsmöglichkeiten. So gibt es Fachdatenbanken, auf die als Online-Datenbank über das Internet zugegriffen kann, und portable Datenbanken, die auf beispielsweise CDs oder DVDs bereitgestellt werden.

Außerdem gibt es für die Öffentlichkeit frei zugängliche Datenbanken sowie Fachdatenbanken, die nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich sind. Hierzu gehören beispielsweise Datenbanken von Universitäten oder behördliche Datenbanken.

Dabei sind für  Fachdatenbanken grundsätzlich alle Datenbankmodelle denkbar, also sowohl relationale und invertierte als auch hierarchische und netzwerkartige Datenbanksysteme.

 

       

Die Recherche in Fachdatenbanken, die sowohl kostenfrei als auch kostenpflichtig angeboten werden, gliedert sich in zwei Suchmodi. Beim Data-Retrieval, auch bezeichnet als Fakten-Retrieval, handelt es sich um die Suche nach strukturierten Daten.

Das bedeutet, die Suche erfolgt in abgeschlossenen Mengen und anhand von klar definierten Anfragen. Die Sprache weist eine spezielle Syntax und Semantik auf und es werden nur solche Antworten angezeigt, die genau mit der Anfrage übereinstimmen.

Beim Information Retrieval handelt es sich um eine Suche nach unstrukturierten Daten. Die Datenmengen, die durchsucht werden, sind größer und können sich verändern, die Suchanfragen sind nicht eindeutig definiert. Verwendet wird eine natürliche Sprache und es werden auch Antworten angezeigt, die nur teilweise mit der Anfrage übereinstimmen. 

 

 

       

Auslöser für Fachdatenbanken war letztlich der sogenannte Sputnikschock im Jahre 1957. Die Funksignale des Satelliten wurden erfolgreich entschlüsselt, aber es stellte sich heraus, dass der Code schon lange vorher in einer unbekannten Fachzeitschrift veröffentlicht worden war.

In der Folge unterstützten westliche Regierungen den Aufbau von großen bibliographischen Fachdatenbanken, die wissenschaftliche Publikationen in elektronischen Katalogen erfassten und auf diese Weise den Zugriff auf relevante Literatur erleichterten und doppelte Forschungsarbeit verhinderten.

Seit Anfang der 1970er Jahre kamen dann auch verstärkt Fachdatenbanken auf den Markt, die sich nicht mehr nur forschungsorientiert ausgelegt waren, sondern auch andere Disziplinen wie etwa Wirtschafts-, Rechts- oder Sozialwissenschaften erfassten.

 

 

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