Datenbanksysteme

Die am häufigsten genutzten Datenbanksysteme

Ein Datenbanksystem ist ein System, dessen Hauptaufgabe es ist, Daten elektronisch zu verwalten. Das bedeutet, innerhalb der Datenbank werden Datensätze in großer Anzahl erfasst und dauerhaft gespeichert. Grundsätzlich setzt sich ein Datenbanksystem aus den Komponenten Datenbasis, der eigentlichen Datenbank, und der erforderlichen Software, dem Datenbankmanagementsystem, zusammen.

Dabei werden Datenbanksysteme in unterschiedlichen Varianten angelegt, wobei das Datenbankmodell als theoretische Grundlage darüber bestimmt, in welcher Form die Datensätze bearbeitet, gespeichert und abgefragt werden können.

Die am häufigsten genutzten Datenbanksysteme sind:

        relationale Datenbanken.

Hierin werden die Daten zeilenweise in Tabellen verwaltet, wobei es jede beliebige Beziehung zwischen den einzelnen Daten geben kann. Die Daten, die durch Werte bestimmter Tabellenspalten festgelegt werden, werden in erster Linie mithilfe der Datenbanksprache SQL manipuliert und abgefragt.

SQL, was für Structured Query Language seht, geht ebenso auf Edgar F. Codd zurück wie das Datenbanksystem selbst. Der wesentliche Vorteil von relationalen Datenbanken liegt in ihrer vergleichsweise unkomplizierten und flexiblen Handhabung.

        objektorientierte Datenbanken.

Hierbei werden die Daten als Objekte behandelt. Das bedeutet, dass Attribute ein Objekt näher beschreiben und dieser Datensatz als ein Objekt abgelegt wird. Die Objekte sowie deren Beziehungen werden vom Datenbanksystem selbst verwaltet, wobei es möglich ist, dass bestimmte Eigenschaften eines Objektes an ein anderes Objekt weitergegeben werden.

Um die Daten abzufragen, wird meist die Datenbanksprache OQL, was für Object Query Language steht, verwendet, als Sprache zur Datenmanipulation kommt ODL, Object Definition Language, zum Einsatz.

        hierarchische Datenbanken.

Diese gehören zu den ältesten Datenbanksystemen. Die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Datensätzen erfolgen in Baumstruktur anhand von Eltern-Kind-Beziehungen, was bedeutet, dass jeder Datensatz einen Vorgänger hat. Dadurch ergibt sich jedoch der Nachteil, dass es weder möglich ist, Verknüpfungen mehrerer Bäume herzustellen noch Datensätze über mehrere Ebenen miteinander zu verknüpfen.

        sowie Netzwerkdatenbanken.

Diese können im Grunde genommen als verallgemeinerte Versionen von hierarchischen Datenbanken verstanden werden. Die Datenobjekte werden in Netzen miteinander verbunden, wobei es keine strengen Hierarchien gibt.

Das heißt, dass ein Datensatz mehrere Vorgänge haben kann, mehrere Datensätze an oberster Stelle stehen können und häufig unterschiedliche Wege zur Verfügung stehen, um nach einem bestimmten Datensatz zu suchen.Neben diesen Datenbanksystemen werden Datenbanken jedoch auch als Mischformen angelegt, beispielsweise als objektrelationales Datenbanksystem.

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