Das Ende multimedialer Technologien

Übersicht über multimediale Technologien, die es so wohl bald nicht mehr geben wird 

Mittlerweile gibt es eine Reihe unterschiedlicher multimedialer Technologien, die längst zu alltäglichen Dingen geworden sind.

Aber gerade solche Technologien haben vielfach nur eine verhältnismäßig kurze Lebensdauer, denn durch ständig neue Entwicklungen und Anforderungen werden ursprünglich innovative Erfindungen häufig recht schnell von Nachfolgemodellen oder gänzlich neuen Technologien abgelöst.

Ein Beispiel hierfür ist der Walkman. Als dieser auf den Markt kam, läutete er fast schon eine neue Ära ein, heute nutzt ihn kaum noch jemand.

Ähnliches dürfte vielen anderen Technologien auch widerfahren und hier nun eine Übersicht über multimediale Technologien, die es so wohl bald nicht mehr geben wird: 

Tastatur und Maus

Diese beiden Eingabegeräte, die heute noch standardmäßig zu Computern, Laptops und auch den meisten Handys dazugehören, dürften früher oder später der Vergangenheit angehören. Touchscreen und Touchpad sind nicht nur auf dem Vormarsch, sondern immer ausgereifter und funktionieren zunehmend zuverlässiger.

Auf dem einen oder anderen Gerät wird außerdem jetzt schon nicht mehr getippt oder gescrollt, sondern die Displayinhalte werden durch eine Art Wischbewegung von einer Seite zu der anderen Seite und von oben nach unten geschoben.

Hinzu kommt, dass mit Hochdruck an der Spracherkennung gefeilt wird, so dass es vielleicht irgendwann einmal gänzlich überflüssig wird, Eingaben noch selbst einzutippen.  

Disketten und Festplatten

Im Jahre 1981 gab es als Weiterentwicklung der 5,25-Zoll-Disketten die ersten 3,5-Zoll-Disketten. Der Speicherplatz auf diesen Disketten wuchs im Laufe der Zeit dann von 720 KByte auf 1,44 MByte und einige Zeit lang waren Disketten die Speichermedien schlechthin.

Heute steht jedoch fest, dass Disketten das gleiche Schicksal ereilt hat wie einst Video- und Musikkassetten. Beschreibbare CDs und DVDs, USB-Sticks und externe Festplatten haben sich schon lange gegen Disketten durchgesetzt, so dass die Produktion von Disketten Ende März 2011 endgültig eingestellt wird.  Ähnliches droht auch der guten alten Festplatte.

Diese dürfte wohl von Solid State Drivers, kurz SSDs, abgelöst werden. Diese setzen sich aus Halbleiterbausteinen zusammen und sind nicht nur robuster und schneller, sondern verbrauchen auch weniger Energie. Derzeit sind die Speicherkapazitäten zwar noch etwas geringer und die Preise etwas höher, allerdings dürfte sich dies künftig ändern. 

Offline-Speicher

Da das Internet prinzipiell fast unbegrenzten Speicherplatz bietet, werden schon heute Daten teilweise nicht mehr auf dem lokalen Rechner, sondern in sogenannten Clouds im Internet gespeichert.

Die Idee dahinter beruht darauf, die Rechen- und Speicherkapazitäten ganz nach persönlichem Bedarf über ausgelagerte Server abrufen zu können. Auf diese Weise werden zum einen die Kosten für die notwendigen technischen Infrastrukturen gesenkt und zum anderen sinkt der Energiebedarf. Problematisch ist derzeit allerdings noch, dass der Nutzer großes Vertrauen in den Anbieter haben muss, wenn er sensible oder persönliche Daten auf fremde Server auslagert.

So muss der Provider nicht nur garantieren können, dass die Daten ständig erreich- und abrufbar sind, sondern muss auch ein hohes Maß an Datensicherheit gewährleisten.  

Satellitentelefone

Ende der 1980er-Jahre begann der Siegeszug der Satellitentelefone. Seinerzeit setzten die USA und Kanada die direkte Funktechnik überall dort ein, wo keine Mobilfunkmasten standen. Durch die Kommunikation über Satelliten wurde damit auch in bislang nicht erschlossenen ländlichen Regionen eine grenzenlose Kommunikation möglich.

Allerdings konnten sich Satellitentelefone trotz Weiterentwicklungen nicht gegen Mobiltelefone durchsetzen. Dies begründet sich in mehreren Punkten. So sind Satellitentelefone recht unhandlich, denn damit eine Kommunikation zwischen den Telefonen und den Satelliten in der Erdumlaufbahn stattfinden kann, müssen entsprechende Sender verbaut sein, was die Telefone außerdem verhältnismäßig teuer macht.

Hinzu kommt, dass die Empfangsqualität stark vom Wetter abhängt und die Verbindungsgebühren hoch ausfallen. Abgesehen von der Hochseeschifffahrt wird es Satellitentelefone daher in naher Zukunft wohl nicht mehr geben. 

Plasma-Fernseher

Eigentlich gibt es gute Gründe, die für Plasma-Fernseher sprechen. So haben sie im Vergleich zu LCD-Fernsehern höhere Kontrastwerte, bieten einen fast unbegrenzten Blickwinkel, erreichen extrem kurze Reaktionszeiten und haben auch im Hinblick auf die Auflösung keine Nachteile mehr.

Dennoch sind die Verkaufszahlen verschwindend gering und es werden nach wie vor nicht nur erheblich mehr LCDs, sondern sogar normale Röhrenfernseher werden häufiger verkauft.

Dies liegt schlichtweg an dem Preis, denn Plasma-Fernseher sind deutlicher teurer, so dass es vermutlich auch nicht mehr allzu lange dauern wird, bis Plasma-Fernseher wieder vom Markt verschwinden.  

Faxgeräte

Nicht nur in Büros finden sich Faxe, sondern laut Statistischem Bundesamt verfügt auch fast jeder fünfte deutsche Haushalt über ein Faxgerät. Den Faxdienst gibt es schon seit 1979, allerdings dauert es noch gut zehn Jahre, bis Faxe den Einzug in Büros fanden.

Dies lag in erster Linie daran, dass es keine weltweiten Normen gab und es durch die unterschiedlichen Standards teilweise nicht möglich war, von Deutschland aus mit anderen Nationen per Fax zu kommunizieren.

In Zeiten, in denen ein Großteil der Kommunikation per E-Mail erfolgt und diese durch digitale Signaturen und andere Faktoren, die im Zusammenhang mit der Rechtssicherheit von Bedeutung sind, den klassischen Geschäftsbrief zunehmend ersetzen, dürfte vermutlich das Fax in Zukunft ausgedient haben.

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Thema: Das Ende multimedialer Technologien

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