Interessante Geschichten über Hacker

Erstaunliche und interessante Geschichten über Hacker 

Viele technische Errungenschaften, zu denen auch der Computer samt Internetanschluss gehört, sind für uns heute völlig normal und aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Gerade das Internet hat neben all seinen unbestrittenen Vorteilen aber auch einige Schattenseiten.

Die Vorteile, dass Informationen und Programme schnell und unkompliziert ausgetauscht und verbreitet werden können, machen sich nicht nur User ohne böse Absichten, sondern eben auch Hacker und Cyberkriminelle zunutze.

Bis vor einigen Jahren wurde mit eingeschleusten Programmen in erster Linie die Absicht verfolgt, unmittelbaren Schaden auf einem Computer anzurichten, indem beispielsweise Funktionen ausgeschaltet oder ganze Festplatten gelöscht wurden.

Mittlerweile scheinen Hacker jedoch zunehmend andere Ziele zu verfolgen. So geht es oft nicht mehr darum, einfach nur Schaden anzurichten, sondern vielmehr darum, in ein System zu gelangen und persönliche Informationen auszuspionieren. Die bevorzugten Ziele von Hackern, die bei einem gelungenen Coup schnell auch zu Ruhm und Ehre in der Szene gelangen, sind Behörden, öffentliche Einrichtungen und namhafte Großunternehmen.

Schließlich ist es auch eine deutliche größere und meist auch lukrativere Herausforderung in ein solches System zu gelangen, als das Netzwerk eines beliebigen Internetnutzers zu knacken. Allerdings ist es ein großer Fehler, zu glauben, dass ein Hackangriff ausgeschlossen ist, nur weil es aus eigener Sicht keinen Grund für einen Angriff gibt.

Ein Fehler wäre es aber auch, Hacker auf ein Dasein als Spione und Verbrecher zu reduzieren. Letztlich sind Hacker Menschen, die sich in intensiv mit Technik befassen und in diesem Zuge nicht nur Sicherheitsrisiken, sondern eben auch technische Möglichkeiten aufzeigen. Zudem gibt es durchaus die eine oder andere Geschichte, die einen etwas schmunzeln lässt.

Hier einige erstaunliche und interessante Geschichten und Fakten rund um Hacker:

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Strenggenommen ist die Bezeichnung Hacker für einen Datendieb oder einen Kriminellen, der Schaden anrichtet, falsch.

Das Wort Hacker stammt aus den 1960er-Jahren. Seinerzeit nannten Studenten des Massachusetts Institute of Technology ihre Kommilitonen Hacker, wenn diese Computerprogramme so veränderten, dass sie optimal funktionierten und genutzt werden konnten.

Eigentlich ist die Bezeichnung somit positiv besetzt.

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Hacker haben mit dem Glider ein offizielles Markenzeichen.

Die Figur stammt aus dem mathematischen Spiel des Lebens von John Horton Conway und findet sich heute als ASCII-Art in Signaturen, auf T-Shirts und teils auch als Tätowierung auf den Hackern selbst.

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1981 wurde in den USA der erste Hacker festgenommen. Er war unter anderem mehrere Male in den Computer des Verteidigungsministeriums eingedrungen.

Allerdings gab es damals noch kein passendes Gesetz, so dass der Haftbefehl für den Hacker namens Pat Riddle alias Captain Zap aufgrund von Diebstahl von Waren und Telefondienstleistungen ausgestellt wurde.

Erst 1986 wurde in den USA mit dem „Computer Fraud and Abuse Act“ ein entsprechendes Gesetz eingeführt und der erste, der auf dieser Grundlage verurteilt wurde, war 1990 Robert Tappan Morris alias rtm.

Heute ist der Wurm-Autor übrigens Professor an einer Universität.

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Eine Geschichte, die einen heute schmunzeln lässt, gab es im Jahre 1983 in den USA. Damals kam der Film „WarGames“ in die Kinos, in dem es darum geht, dass sich ein Jugendlicher namens David in einen Computer der Regierung einhackt und fast den dritten Weltkrieg auslöst.

Als Reaktion auf den Film gab es eine regelrechte Panikwelle.

So wurde in den Abendnachrichten diskutiert, ob Eltern ihren Kindern überhaupt erlauben sollten, mit anderen über den Computer zu kommunizieren und in den Zeitungen wurde vorgeschlagen, das Modem ähnlich wie eine Waffe oder Wertgegenstände in einem Tresor zu sichern. 

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1984 zeigte der Hackangriff von Wau Holland, dem Gründer des Chaos-Computer-Clubs, Lücken im BTX-Onlinedienst auf.

Er fand in dem System die Nutzerdaten der Hamburger Sparkasse und rief eine ganze Nacht lang die eigene BTX-Seite ab. Ein solcher Aufruf schlug mit 9,97 Mark zu Buche, was seinem Konto 135.000 Mark einbrachte. Diese Geld gab er am nächsten Tag aber per Überweisung wieder zurück. 

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Als erster Hackangriff eines aktiven Atomgegners gilt der WANK-Wurm, der 1989 auf den Rechner der NASA auftauchte.

Das Kürzel WANK steht für Worms Against Nuclear Killers und auf den Computern war ein Banner zu sehen, der die Nachricht enthielt, dass immer nur von Frieden gesprochen, in Wirklichkeit aber Kriege vorbereitet werden. Der Hacker wollte durch diesen Banner seinen Protest gegen den Start eines Satelliten ausdrücken, der mit Plutonium betrieben den Jupiter erforschen sollte. Bis heute ist nicht bekannt, wer hinter diesem Angriff stand.

Vermutet wird jedoch ein Hacker aus Melbourne in Australien und der Zeit- und Kostenaufwand für die NASA, ihre Rechner von dem Wurm zu befreien, wird auf etwa eine halbe Million US-Dollar beziffert.

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Wochenlang arbeiteten Hacker Ende 2003 daran, in das Mietfahrradsystem der Deutschen Bahn zu gelangen. Nachdem dies gelungen war, konnten Eingeweihte über einen Geheimcode 200 Mietfahrräder kostenfrei nutzen.

Für Verbraucher müssen Hackangriffe also nicht immer unbedingt negativ sein.

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Erstaunlich war die Leistung eines 14 Jahre alten Jungen im polnischen Lodz. Ihm war es Anfang 2008 gelungen, eine Fernseh-Fernbedienung zu hacken und auf diese Weise die infrarotgesteuerten Weichen der Straßenbahn zu stellen.

Erwischt wurde der Junge, weil er seine bevorzugten Strecken in einem seiner Schulhefte notiert hatte.

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