Umgang mit Passwörtern

Die besten Tipps zum Umgang mit Passwörtern  

Mittlerweile muss sich jeder immer mehr Passwörter merken, sei es um ein Gerät zu nutzen, eine Datei zu öffnen, auf eine Webseite zugreifen zu können oder um online Bankgeschäfte abwickeln zu können.

Aber nicht nur im privaten Bereich, sondern auch in Unternehmen spielen Passwörter eine zunehmend wichtige Rolle, wenn es darum geht, Geschäftsinformationen vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen und Identitätsdiebstähle zu verhindern.

Aus Grundsatz gilt, dass grundsätzlich derjenige für Handlungen zur Verantwortung gezogen wird, unter dessen Benutznamen diese Handlungen durchgeführt wurden und im Nachhinein ist es äußerst schwierig, nachzuweisen, dass sich ein Dritter mit den persönlichen und vermeintlich sicheren Daten eingeloggt hat. 

Hier daher die besten Tipps für einen sicheren Umgang mit Passwörtern:

1.       Jede Funktion sollte ein eigenes Passwort haben.

Sicher ist es die weitaus bequemere Lösung, mit einem oder zumindest nur wenigen Passwörtern zu arbeiten. Aber mit dieser Bequemlichkeit steigt auch die Gefahr, denn wenn ein Unbefugter dieses eine Passwort aufdeckt, hat er Zugang zu allen eigentlich abgesicherten Funktionen.

2.       Keine zugewiesenen Passwörter benutzen.

Um sich erstmalig einzuloggen, werden in den meisten Fällen für Anwendungsprogramme, Betriebssysteme oder Geräte werkseitige Passwörter vergeben. Diese Passwörter sollten allerdings wirklich nur für das erste Einloggen verwendet und anschließend direkt abgeändert werden.

3.       Starke Passwörter wählen.

Ein Passwort wird dann als stark bezeichnet, wenn es aus mehr als acht Zeichen besteht und sich im Idealfall aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen in zufälliger Reihenfolge zusammensetzt. Als Faustregel für ein Passwort gilt zudem, dass es umso sicherer ist, je länger es ist.

Um sich ein solches Passwort allerdings dann auch merken zu können, bietet es sich an, sich einen Merksatz auszudenken, auf dem das Passwort basiert. Ein starkes Passwort wäre beispielsweise “DHmNhAujgm5jKM“, der dazugehörige Merksatz könnte “Der Hund meines Nachbarn heißt Anton und jagt gerne meinen 5jährigen Kater Max!” lauten.

Bei der Wahl der Zeichen sollte man allerdings keine gleichen Buchstaben oder Zahlen mehrfach hintereinander und keine Kombinationen, die in dieser Reihenfolge auf der Tastatur erscheinen, wählen. Zudem sollten die Passwörter keinen persönlichen Bezug haben, also nicht aus dem eigenen Namen oder Namen von nahen Angehörigen oder den entsprechenden Geburtstagen bestehen.

4.       Passwörter in regelmäßigen Abständen ändern.

Prinzipiell sollte auch ein starkes Passwort nicht unbegrenzt verwendet, sondern hin und wieder gewechselt werden.

5.       Passwörter nicht aufschreiben oder an Dritte weitergeben.

Sicher ist es schwierig, sich viele Passwörter zu merken, dennoch dürfen Passwörter nirgends aufgeschrieben werden, also weder auf Notizzetteln noch irgendwo im Computersystem. Außerdem sollten die Passwörter auch nicht an Dritte weitergeben werden, auch nicht im Fall von Krankheit oder Urlaub.

6.       Keine automatische Speicherung.

Insbesondere auf vielen Anwendungen im Internet ist es möglich, Benutzername und Passwort zu speichern, so dass das Einloggen entfällt, der Benutzer also automatisch eingeloggt ist. Allerdings sollte auf diese Funktion verzichtet werden, insbesondere dann, wenn der Computer von mehreren Personen genutzt werden kann.

7.       Auf Hilfsmittel zurückgreifen.

Wer vermeiden möchte, sich zu viele Passwörter merken zu müssen, kann auf die sogenannten Passwort-Safes zurückgreifen. Hierbei werden die Passwörter in einer verschlüsselten Container-Datei oder auf einem verschlüsselten Bereich der Festplatte gespeichert und bei Bedarf mithilfe externer Speichermedien wie USB-Sticks oder Smartcards mit dem PC verbunden.

Der Nutzer muss sich im Grunde dann nur noch ein sicheres Master-Passwort ausdenken und bei dem Besuch beispielsweise einer Webseite wird automatisch das richtige Passwort, das dieser Seite zugewiesen wurde, abgerufen. Der Nachteil ist allerdings, dass das Master-Passwort nicht in Vergessenheit geraten darf, da ansonsten alle anderen Passwörter, die verschlüsselt gespeichert sind, auch nicht mehr genutzt werden können.

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Thema: Tipps für Passwörter

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