Infos und Tipps rund ums Backup von Daten

Infos und Tipps rund ums Backup von Daten

Verträge, Rechnungen, Texte, persönliche Nachrichten, Fotos, Musikdateien: In digitaler Form nehmen solche Daten nur wenig Raum ein. Außerdem sind sie leicht wiederzufinden und jederzeit abrufbar. Das lästige Suchen in Aktenordnern und Schubladen entfällt. Allerdings können digital archivierte Daten verloren gehen. So zum Beispiel bei einem technischen Defekt des Endgeräts, nach einem Wasserschaden oder wenn sich Hacker Zugriff verschaffen.

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Infos und Tipps rund ums Backup von Daten

Spätestens dann zeigt sich schmerzlich, wie wertvoll die Daten sind. Wie also lassen sie sich sicher aufbewahren? Wir geben Infos und Tipps rund ums Backup von Daten!:

Welches Speichermedium eignet sich für das Backup?

Auf welchem Medium digitale Daten am besten gespeichert und gesichert werden, hängt zum einen von der Datenmenge ab. Zum anderen spielt eine Rolle, um was für Daten es sich handelt. Private Dokumente und Fotos müssen in aller Regel nicht so aufwändig gesichert werden wie die Daten in einem Unternehmen.

Generell stehen folgende Speichermedien zur Auswahl:

Externe Festplatte

Der vermutlich am häufigsten verwendete Träger zur Datensicherung ist eine externe Festplatte. Wichtig ist, dass die Speicherkapazität der Festplatte groß genug ist. Außerdem sollten die Daten mit einem Schreibschutz gesichert werden.

Die Festplatte sollte an einem Ort aufbewahrt werden, an dem sie gut geschützt und jederzeit schnell auffindbar ist.

Noch sicherer ist, die Daten auf zwei Festplatten abzulegen, die dann an verschiedenen Orten verwahrt werden. Auf diese Weise kann den Daten über Jahre hinweg nichts passieren.

USB-Stick

Bei einer eher kleinen Datenmenge kann ein USB-Stick eine gute Lösung sein. So ein Stick kann verschiedene Datenformate speichern. Durch das kleine, kompakte Format lässt er sich problemlos aufbewahren.

Zudem kann ein USB-Stick auch mobil verwendet und mit den verschiedensten Endgeräten verknüpft werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass USB-Sticks vergleichsweise günstig zu bekommen sind.

Optische Medien

Zu den optischen Medien gehören CDs, DVDs und Blue-Ray-Disks. Bei einer sachgemäßen Lagerung haben solche Speichermedien eine sehr lange Lebensdauer.

Ein Nachteil ist aber, dass die Übertragung der Daten viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Denn bei einer hohen Speicherkapazität ist die Schreibgeschwindigkeit langsam. Ein anderer Aspekt ist, dass die Abspielgeräte technische Fortschritte machen.

Aus diesem Grund kann es passieren, dass die Datenträger später mit modernen Geräten nur eingeschränkt oder gar nicht mehr ausgelesen werden können. So erging es zum Beispiel der Diskette.

Cloud

Eine Cloud ist ein digitaler Speicherplatz, der über eine Internetverbindung zur Verfügung steht. Die Daten liegen auf dem Server eines professionellen Anbieters und sind online von überall aus abrufbar. Für den Zugang wird meist ein Passwort benötigt. Aus diesem Grund sollte der Nutzer ein starkes Passwort erstellen.

Vor allem für Fotos und Daten, die mit anderen geteilt werden sollen, ist eine Cloud eine gute Lösung. Für sensible Daten hingegen ist der virtuelle Speicherplatz nur bedingt geeignet.

Trotz Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen können die Daten nämlich in fremde Hände gelangen. Ratsam ist außerdem, einen europäischen Provider zu wählen. Denn bei Anbietern mit Sitz außerhalb der EU gelten andere, weniger strenge Vorgaben für den Datenschutz.

Magnetband

Magnetbänder haben eine enorm große Speicherkapazität. Allerdings sind sie vergleichsweise teuer und erfordern eine entsprechende Ausstattung.

Aus diesem Grund werden Magnetbänder hauptsächlich in Unternehmen für ein Backup verwendet. Für den Privatgebrauch sind sie weniger geeignet.

Auch an den Virenschutz denken!

Heutzutage ist der Computer ständig mit dem Internet verbunden und auch unterwegs wird fleißig gesurft. Ein einfaches Backup genügt deshalb nicht.

Neben dem Kopieren und Sichern der eigenen Daten ist mindestens genauso wichtig, den Computer zu schützen. Eine leistungsstarke Antiviren-Software ist dafür das Mittel der Wahl. Außerdem sollte auch der WLan-Anschluss gesichert sein.

Wie können Daten eigentlich verloren gehen?

Ein Datenklau nach einem Hackerangriff ist nur eine Möglichkeit, wie Daten verloren gehen können. Zu einem Datenverlust kann es genauso durch äußere Umstände kommen, etwa bei einem Brand oder durch einen Blitzschlag. Ein weiterer Klassiker ist ein Getränk, das eben noch neben dem Rechner stand, dann umkippt und so einen Wasserschaden verursacht.

Denkbar ist auch, dass es während der Datensicherung zu einer Unterbrechung kommt und die Daten danach weg sind.

Ein Absturz des Systems oder ein technischer Defekt können ebenfalls einen Datenverlust zur Folge haben. Und nicht zuletzt können Daten verloren gehen, weil sie aus Versehen gelöscht oder überschrieben wurden.

Welche Strategie ist fürs Backup von Daten sinnvoll?

Der vermutlich häufigste Grund dafür, dass Daten verschollen scheinen, ist schlichtweg Vergesslichkeit. Experten empfehlen aus diesem Grund die sogenannte 3er-Regel. Demnach werden die Daten dreifach gespeichert.

So gibt es zum einen die Daten, die auf dem Rechner oder Smartphone sind und mit denen der Nutzer arbeitet. Zum anderen sind die Daten durch ein Backup gesichert, entweder auf einem externen Speichermedium, in einer Cloud oder durch das Datensicherungsprogramm des Computerherstellers.

Und als dritte Sicherung sind die Daten auf ein externes Speichermedium kopiert, dass offline an einem sicheren Ort aufbewahrt wird.

Und beim Backup der Daten als solches sollte der Nutzer folgende Tipps beherzigen:

  • Zunächst sollte sich der Nutzer einen Überblick verschaffen. Nur die Daten, die wirklich wichtig, wertvoll und unersetzlich sind, müssen digital archiviert werden. Daten, die sich der Nutzer problemlos von anderer Stelle beschaffen kann, muss er nicht sicher geschützt speichern.

  • Für die Datensicherung sollten Medien verwendet werden, die nur einmal beschreibbar sind. Alternativ sollte der Nutzer für einen Schreibschutz sorgen. So kann er vermeiden, dass er Daten aus Versehen überschreibt.

  • Die Daten sollten in gängigen Formaten gespeichert sind. Dadurch ist gewährleistet, dass sie auch später noch gelesen werden können.

  • Auf dem gewählten Speichermedium ist es besser, auf eine Verschlüsselung zu verzichten. Verliert der Nutzer das Passwort, bringen ihm die verschlüsselten Daten nämlich nichts.

Für das Backup sollte sich der Nutzer einen Zeitplan erstellen. Auf diese Weise denkt er daran, die Daten regelmäßig zu ergänzen. Die Speichermedien bleiben so auf einem aktuellen Stand.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Gerd Tauber, 42 Jahre, Programmierer, Samuel Wilders, 37 Jahre, IT- Experte und Markus Berthold 44 Jahre, Inhaber einer Medienagentur, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema IT, Internet, Hardware, Programmierung, Software und IT-Jobs.

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