3 Aspekte bei der Suchfunktion auf einer Webseite

3 Aspekte bei der Suchfunktion auf einer Webseite

Ein kleines Suchfeld irgendwo im oberen Bereich einer Webseite sollte zur Grundausstattung von jedem Internetauftritt gehören. Doch es reicht nicht aus, wenn die Suchfunktion auf der Webseite nur vorhanden ist. Vielmehr sollte sie auch richtig funktionieren. Angenommen, ein Nutzer ruft eine Webseite auf, weil er nach bestimmten Informationen sucht.

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3 Aspekte bei der Suchfunktion auf einer Webseite

Die Suchfunktion dieser Seite zeigt aber keinen Treffer an. Sind die entsprechenden Inhalte tatsächlich nicht hinterlegt, ist dieses Suchergebnis natürlich legitim.

Ärgerlich für alle Beteiligten hingegen ist es, wenn die Inhalte nur deshalb nicht gefunden werden, weil sich die Suchvorgänge auf Textinformationen beschränken, während andere Formate wie PDF-Dokumente, Video- und Audiodateien, Bilder oder Links unberücksichtigt bleiben.

Es muss also sichergestellt sein, dass die Suchfunktion auf der Webseite die gesamte Datenbank durchforstet und so das komplette Inhaltsangebot zugänglich macht. Schließlich sollen Nutzer eine Webseite nicht nur aufrufen, sondern auch möglichst lange dort verweilen.

Und es gibt noch drei weitere Aspekte, die bei der Suchfunktion auf der Webseite beachtet werden sollten:

  1. Hilfreiche, relevante und barrierefreie Navigation

Die wesentliche und grundlegende Funktion der Suchmaschine auf einer Webseite besteht darin, dass Nutzer gezielt nach Informationen suchen können und die gesuchten Inhalte zuverlässig finden.

Wichtig ist aber auch, dass die angezeigten Ergebnisse zur Suche passen. Die Ergebnisliste sollte also nicht nur alle Treffer anzeigen, sondern die Treffer nach Relevanz sortieren.

Der Webseitenbetreiber sollte dazu auswerten, wonach Nutzer auf der Seite gesucht und welche Suchergebnisse sie angeklickt haben. Diese Erkenntnisse kann er verwenden, um festzulegen, welche Treffer zuerst angezeigt werden. Damit unterstützt er die Nutzer dabei, schneller die Inhalte zu finden, die sie wirklich interessieren.

Eine weitere Hilfestellung kann die sogenannte Guided Navigation sein. Sie schlägt dem Nutzer verschiedene Themen vor, die zu seinem Suchbegriff passen.

Mithilfe von unterschiedlichen Suchfiltern kann der Nutzer dann die für ihn relevanten Informationen aufrufen.

Der Webseitenbetreiber sollte außerdem daran denken, dass Webseiten heutzutage über verschiedene Endgeräte aufgerufen werden. Neben dem klassischen, stationären Computer sind das zum Beispiel Laptops und Notebooks, Tablets und Smartphones.

Auch bei einem Zugriff über mobile Endgeräte muss die Suchfunktion bedienbar und die Anzeige auf die jeweilige Größe und Auflösung des Bildschirms angepasst sein.

Eine Funktion, die unabhängig von Ort, Zeit und Endgerät sichergestellt ist, ist aber noch nicht alles. Ebenso ist wichtig, jedem Nutzer den Zugriff zu ermöglichen. Dabei kann Barrierefreiheit unter anderem durch verschiedene Eingabehilfen, eine Sprachsteuerung und eine Vorlesefunktion umgesetzt werden.

  1. Cloud-basierte Lösung

Eine Suchfunktion auf der eigenen Webseite einzubinden, scheint eine durchaus machbare Aufgabe zu sein. Doch wer sich die vielen Anforderungen anschaut, denen eine professionelle und qualitativ hochwertige Suche gerecht werden soll, ist mitunter überfordert.

Bequemer und einfacher ist, die Suchfunktion als Cloud-basierte Lösung von einem Dienstleister in Anspruch zu nehmen.

Der Webseitenbetreiber kann auf diese Weise einen umfassenden Service nutzen, ohne dass er sich selbst um die administrativen Aufgaben und regelmäßige Updates kümmern muss. Die Kosten für das Konfigurieren und die Installation der Suchfunktion fallen ebenfalls weg.

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Mittlerweile gibt es eine Reihe von Lösungen, die schnell und unkompliziert auf der Webseite eingebettet werden können. Programmierkenntnisse sind dafür nicht notwendig, die Einbettung erfolgt per Copy-and-paste.

Natürlich ist auch möglich, die jeweilige Lösung so anzupassen, dass sie für die Webseite funktioniert und dem eigenen Bedarf gerecht wird.

Eine Cloud-basierte Lösung ist kostenpflichtig, die Abrechnung erfolgt üblicherweise monatlich. Bevor sich der Webseitenbetreiber für einen Anbieter entscheidet, kann er aber in aller Regel Testversionen ausprobieren, um die optimale Lösung zu finden.

  1. Zunehmend intelligente Dienste

Viele Internetauftritte umfassen nicht viel mehr als 100 Unterseiten. Doch im Rahmen von Big Data wachsen die Datenmengen, die Suchmaschinen verarbeiten müssen, stetig.

Zudem müssen nicht nur große Unternehmen, sondern auch kleinere Betriebe, Blogs und andere Anbieter regelmäßig frische Inhalte hinzufügen, damit ihre Seiten aktuell bleiben und Nutzer anziehen.

Für die Suchfunktion bedeutet das, dass sie in der Lage sein muss, Informationen schnell zu erfassen, in den Index aufzunehmen und in Echtzeit zu durchsuchen.

Denn die wenigsten Nutzer werden geduldig abwarten, ob eine Suchfunktion nach mehreren Minuten irgendwelche Ergebnisse anzeigt.

An Bedeutung gewinnen auch Assistenzdienste als Unterstützung für die Suche. Assistenzdienste verknüpfen zum Beispiel mehrere Webseiten miteinander und helfen dabei, Sucheingaben nachzuvollziehen.

Die Absicht ist, dass die Dienste irgendwann vorhersehen können, was ein Nutzer braucht oder was ihn gerade interessiert.

Ist ein Nutzer zum Beispiel Veganer, sucht er unter dem Stichwort „Rezepte und Kochtipps“ höchstwahrscheinlich andere Inhalte als ein Steak-Liebhaber.

Hinzu kommt, dass die Grenzen zwischen den Informationsquellen und Anwendungen zunehmend verschwimmen. Die Suchfunktion muss folglich in der Lage sein, alle Daten übergreifend auszuwerten, egal woher sie kommen, in welcher Form sie vorliegen und ob sie privat oder beruflich genutzt werden.

Verhaltensanalysen und Zusatzinformationen schaffen dann die Grundlage dafür, dass der Nutzer auch bei einer eher allgemeinen Sucheingabe exakt die Inhalte findet, die er gesucht hat.

Die vermeintlich kleine, nette Suchfunktion auf einer Webseite muss also einiges leisten. Und in Zukunft dürften die Aufgaben und Herausforderungen kaum weniger werden.

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