Speichermedien in der Übersicht, 2. Teil

Speichermedien in der Übersicht, 2. Teil

Auf einem Rechner sammeln sich im Laufe der Zeit so einige Daten an. Um Speicherplatz freizugeben und auch um mehr Übersicht zu schaffen, macht es Sinn, Dokumente, Datenbanken, Fotos, Videos, Spiele und anderen Daten teilweise auszulagern.

Festplatten Speicher

Sind die Daten auf einem Speichermedium abgelegt, sind sie zudem bei einem technischen Problem auf dem Rechner nicht verloren.

Was Speichermedien angeht, ist die Auswahl aber groß. So gibt es mobile und stationäre Speicherlösungen in vielen verschiedenen Varianten.

Und sie alle haben ihre Besonderheiten, Vorteile und optimalen Einssatzzwecke. In einer zweiteiligen Übersicht schauen wir uns die gängigsten Speichermedien für den alltäglichen Gebrauch einmal näher an. Dabei ging es im 1. Teil um Speicherkarten, CDs und DVDs.

Jetzt, im 2. Teil, nehmen wir uns Blu-rays,
USB-Sticks und externe Festplatten vor:

 

Blu-rays

Die Blu-ray Disk ist ein Speichermedium der neueren Generation. Es handelt sich dabei um ein CD-Format, das als Nachfolger der DVD entwickelt wurde. Besonderes Merkmal von Blu-rays ist die wesentlich höhere Datenkapazität.

Während CDs gerade einmal 700 MB und DVDs immerhin schon 4,7 GB Daten speichern können, finden auf Blu-rays Datenmengen von bis zu 25 GB Platz. Blu-rays sind deshalb ein gut geeignetes Speichermedium für sehr große Datenmengen, die alle zusammen auf einem Träger gespeichert werden sollen.

 

USB-Sticks

Auf USB-Sticks können schnell und einfach Dokumente, Präsentationen, Fotos, Videos und ähnliche Daten gespeichert werden. Anschließend können die Daten an vielen verschiedenen Arbeitsplätzen genutzt und ausgetauscht werden. Denn mehr als einen USB-Anschluss braucht es nicht. In diesen Anschluss wird der Stick eingesteckt und schon ist ein Zugriff auf die Daten möglich. Dabei können die Daten jederzeit ergänzt und auch gelöscht werden.

Der große Pluspunkt von USB-Sticks ist das kleine und handliche Design. Durch das Format findet ein Stick in jeder Hosentasche Platz und wird so zum idealen Büroartikel für den alltäglichen und flexiblen Einsatz. Aber natürlich muss es nicht unbedingt ein schlichter Stick sein. Wer es ausgefallener mag, findet USB-Sticks in unzähligen Formen und Farben.

Neben der Speicherkapazität unterscheiden sich USB-Sticks auch in Sachen Geschwindigkeit. Der neueste Standard dabei sind die USB 3.0-Sticks, die die Daten sehr schnell übertragen. Allerdings ist dafür ein passender USB 3.0-Anschluss erforderlich. Außerdem sind USB-Sticks für spezielle Anwendungen erhältlich. Hierzu gehören beispielsweise Sticks, mit denen Backups erstellt werden können. Oder auch die sogenannten Secure USB-Sticks, die wichtige Daten verschlüsseln.

 

Externe Festplatten

Eine Festplatte ist ein fest installiertes Bauteil in einem Computer oder einem Notebook. Im Unterschied dazu ist eine externe Festplatte ein eigenständiges Gerät, das transportiert und flexibel an einen Rechner angeschlossen werden kann.

Im Prinzip ist eine externe Festplatte somit mit einem USB-Stick vergleichbar. Nur ist sie deutlich größer, sowohl mit Blick auf die Speicherkapazität als auch auf das Format.

Angeschlossen wird eine externe Festplatte entweder über den USB-Anschluss oder auch über einen FireWire-, eSATA- oder Netzwerk-Anschluss. Kabellose Verbindungen über WLan sind ebenfalls möglich. Dabei sind externe Festplatten in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

 

Mobile externe Festplatten

Eine mobile externe Festplatte kennzeichnet sich durch ihre kompakten Abmaße. Sie ist aber nicht nur handlich und leicht, sondern oft auch mit einem speziellen Schutz vor Stürzen und äußeren Einflüssen ausgestattet. Dadurch ist eine mobile externe Festplatte ein ideales Speichermedium, wenn größere Datenmengen schnell, einfach und flexibel genutzt werden sollen.

Mit einem Rechner wird eine mobile externe Festplatte über den USB-Anschluss verbunden. Auf diese Weise erfolgen zum einen der Datenaustausch und zum anderen auch die Stromversorgung. Ein zusätzliches Netzteil ist dadurch nicht erforderlich. Aber selbstverständlich muss eine mobile externe Festplatte nicht nur für den mobilen Einsatz genutzt werden, sondern kann genauso gut auch als stationäres Speichermedium zum Einsatz kommen.

 

Stationäre externe Festplatten

Verglichen mit einer mobilen externen Festplatte ist eine stationäre externe Festplatte meist größer und schwerer. Der Datenaustausch mit dem Rechner erfolgt über den USB-Anschluss. Allerdings findet die Stromversorgung bei einer stationären externen Festplatte über ein separates Netzteil statt.

Grundsätzlich kann eine stationäre externe Festplatte natürlich auch transportiert und damit mobil genutzt werden. Als Speichermedium spielt sie ihre Stärke aber eher vor Ort im Büro aus, wenn es darum geht, größere Datenmengen zuverlässig zu sichern.

 

Netzwerkfestplatten

Netzwerkfestplatten heißen auch NAS, wobei dieses Kürzel für Network Attached Storage steht. Eine Netzwerkfestplatte kann über den USB-Anschluss mit einem Rechner verbunden werden. Die Besonderheit ist aber, dass sie auch über einen Router angeschlossen werden kann. Dadurch ist sie dann in das gesamte Geschäfts- oder Heimnetzwerk eingebunden.

Je nach Modell und Ausführung haben Netzwerkfestplatten auch noch weitere Anschlüsse. Als Speichermedium eignen sie sich deshalb optimal, wenn große Datenmengen, die zudem häufig aktualisiert werden, mehreren Nutzern bereitgestellt und zeitgleich für mehrere Geräte zur Verfügung stehen sollen. Durch die Software lassen sich die Zugriffsrechte auf die gespeicherten Daten für die unterschiedlichen Nutzer individuell einstellen. Dabei kann dann beispielsweise festgelegt werden, welche Nutzer Zugriff auf alle Daten haben und welchen Nutzern der Zugriff auf bestimmte Daten verweigert wird.

Netzwerkfestplatten können als Speichermedien für Rechner genutzt werden, aber auch Daten für Fernseher, Smartphones, Tablets, Spielkonsolen und andere Geräte liefern. Damit lassen sich NAS zur Schaltzentrale für das eigene Netzwerk ausbauen.

Außerdem gibt es Netzwerkfestplatten, die neben ihrer Funktion als Speichermedium viele weitere Zusatzfunktionen bieten. Beim Kauf ist dann der Speicherplatz das entscheidende Kriterium. Denn der Speicherplatz muss so groß sein, dass er für alle geplanten Einssatzzwecke ausreicht. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass der Energieverbrauch umso höher ausfällt, je mehr Zusatzfunktionen eine Netzwerkfestplatte bereitstellt.

 

SSD

Hinter dem Kürzel SSD, das für Solid State Drive oder Solid State Disk steht, verbirgt sich eine recht neue Festplattenvariante. Wörtlich übersetzt, ist dieses Speichermedium ein Festkörperlaufwerk. Der große Unterschied zu herkömmlichen Festplatten besteht in der technischen Bauweise.

Klassische Festplatten sind nämlich mit Magnetspeicherplatten ausgestattet, die sich drehen. Eine SSD hingegen hat keine beweglichen Teile, sondern Halbleiterbauteile. Die Bezeichnungen Disk oder Drive sind deshalb eigentlich nicht ganz richtig. Sie werden nur in Anlehnung an die bislang üblichen Technologien verwendet.

Durch den Einsatz von Halbleiterbauteilen anstelle von mechanischen Bauteilen wie den Speicherplatten selbst, dem Lesekopf und dem Motorenlager punktet eine SSD vor allem mit folgenden Vorteilen:

  • Die Reaktionszeit beim Datenzugriff ist gleichmäßig und zudem sehr kurz. Da sich die Daten nicht auf verschiedene Stellen auf dem Speichermedium verteilen, muss auch kein Lesekopf an die entsprechende Position gebracht werden. Stattdessen kann der gewünschte Datenblock direkt aufgerufen werden.
  • Die Stoßfestigkeit ist deutlich höher.
  • Die Temperaturtoleranz ist wesentlich größer.

Aufgrund dieser Eigenschaften ist eine SSD ein interessantes Speichermedium für mobile externe Festplatten, aber auch für andere mobile Endgeräte.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Gerd Tauber, 42 Jahre, Programmierer, Samuel Wilders, 37 Jahre, IT- Experte und Markus Berthold 44 Jahre, Inhaber einer Medienagentur schreiben hier Wissenswertes zum Thema IT, Internet, Hardware, Programmierung, Software und IT-Jobs.

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