Speichermedien in der Übersicht, 1. Teil

Speichermedien in der Übersicht, 1. Teil

Dokumente, Fotos, Videos, Spiele, Datenbanken: Auf dem Computer kommt schnell eine ordentliche Datenmenge zusammen. Um den Überblick nicht zu verlieren und Speicherplatz freizugeben, wird zumindest ein Teil der Daten oft ausgelagert.

Die Daten auf einem Speichermedium abzulegen, macht aber nicht nur mit Blick auf die Verwaltung Sinn. Stattdessen lassen sich so auch Kopien anfertigen. Sollte beim Computer ein technischer Defekt oder eine andere Beeinträchtigung auftreten, sind dadurch zumindest die Daten sicher.

Nun ist die Auswahl an Speichermedien, die zum Einsatz kommen können, aber ziemlich groß. Die Palette umfasst nämlich mobile und stationäre Speicherlösungen. Mobile Speichermedien bieten den Vorteil, dass die Daten immer und überall griffbereit sind. Im Unterschied dazu punkten stationäre Speichermedien mit mehr Kapazität.

Außerdem können sie oft direkt ins Netzwerk eingebunden werden. Doch welche Speichermedien gibt es genau? Was eignet sich wofür? Und worin liegen die Unterschiede? In einer zweiteiligen Übersicht stellen wir die gängigsten Speichermedien vor. Los geht’s dabei mit Speicherkarten, CDs und DVDs, die allesamt zu den mobilen Speichermedien gehören.

Speicherkarten

Für Dokumente, Datenbanken und ähnliche Dateien werden Speicherkarten eher selten verwendet. Trotzdem dürften sie ziemlich jedem bekannt sein. Denn Speicherkarten stecken in Digitalkameras, MP3-Playern, Spielkonsolen, manchen Mobiltelefonen und vielen anderen mobilen Endgeräten.

Um die Daten vom Computer auf die Speicherkarte zu übertragen oder umgekehrt, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist, die Speicherkarte direkt in einen entsprechenden Steckplatz am Computer einzustecken. Die zweite Möglichkeit ist, die Speicherkarte und den Computer über ein Kartelesegerät miteinander zu verbinden. Das Lesegerät dient als eine Art Adapter und hat einen USB-Anschluss.

Beim Kauf einer Speicherkarte ist wichtig, einerseits auf die Speicherkapazität und andererseits auf das Speicherformat zu achten. Vom Speicherformat hängt nämlich ab, mit welcher Technologie die Daten gespeichert werden und auch, wie groß die Speicherkarte ist. Wobei mit Größe hier tatsächlich die Größe, also die Abmaße der Karte gemeint sind. Nicht jedes Gerät kann nämlich mit Speicherkarten in allen Formaten verbunden werden. Ist eine direkte Verbindung nicht möglich, müsste ein Lesegerät zum Einsatz kommen. Die gängigsten Formate von Speicherkarten sind:

  • SD = Secure Digital Memory Card; diese gibt es auch als miniSD und als microSD
  • SDHC = Secure Digital High Capacity
  • SDXC = Secure Digital Card Extended Capacity
  • xD = xD-Picture Card
  • CF = CompactFlash
  • MS = Memory Stick
  • MMC = Multimedia Card

CDs

CDs eignen sich zum Speichern von Daten fast aller Art. Dabei gibt es die Rohlinge aber in verschiedenen Varianten. Welche Form die beste Wahl ist, hängt in erster Linie davon ab, wie die Daten gespeichert werden sollen.

CD-R

Das Kürzel CD-R steht für Compact Disc Recordable. Dahinter verbirgt sich eine CD, die zwar mit jedem handelsüblichen Brenner in einem Computer beschrieben werden kann. Aber das Beschreiben der CD ist nur ein einziges Mal möglich.

Dass Dokumente, Fotos, Videos oder Musikdateien, die auf einer CD-R gespeichert sind, aus Versehen gelöscht oder überschrieben werden, ist ausgeschlossen. Allerdings ist es auch nicht möglich, die Daten auf dem Speichermedium durch weitere oder neue Daten zu ergänzen. Sollen andere Daten gespeichert werden, muss stattdessen eine neue CD-R beschrieben werden.

Als Speichermedium eignen sich CD-Rs vor allem, wenn Dokumente in der vorliegenden Fassung dauerhaft gespeichert oder Daten, die nicht mehr geändert oder erweitert werden, endgültig archiviert werden sollen. Außerdem bietet sich eine CD-R an, wenn auf kostengünstige Art mehrere Kopien der Daten, beispielsweise für eine Weitergabe an Dritte, erstellt werden sollen.

CD-RW

RW ist das Kürzel für ReWritable und besagt, dass eine solche CD wieder beschreibbar ist. Bis zu 100.000 Mal können die Daten auf einer CD-RW abgelegt, erweitert, aktualisiert, überschrieben und gelöscht werden.

Eine wieder beschreibbare CD ist teuer als eine einfache CD-R. Durch die Möglichkeit, sie sehr oft wiederzuverwenden, bietet sie aber auch mehr Flexibilität. Eine CD-RW eignet sich hauptsächlich für Daten, die einerseits sicher gespeichert werden sollen und bei denen andererseits die Möglichkeit bestehen soll, sie regelmäßig abzuändern oder zu ergänzen.

DVDs

DVDs sind vom Grundprinzip her mit CDs vergleichbar. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass DVDs eine viel größere Speicherkapazität haben. Während auf einer CD Daten in einem Umfang von bis 700 MB Platz finden, können auf einer DVD bis zu 4,7 GB Daten gespeichert werden. Die Speicherkapazität ist damit mehr als sechsmal so groß.

Dieses große Speichervolumen ist übrigens auch der Grund dafür, warum DVDs ursprünglich als Speichermedium für Videofilme entwickelt wurden. Das Kürzel DVD bringt das zum Ausdruck, denn es steht für Digital Video Disc. Inzwischen sind DVDs aber längst ein alltägliches Speichermedium für Daten aller Art. Ähnlich wie CDs gibt es auch DVDs in verschiedenen Varianten.

DVD-/+R

Von der Speicherkapazität abgesehen, haben DVD-Rs die gleichen Eigenschaften wie CD-Rs. So können die Rohlinge mit allen handelsüblichen Brennern beschrieben werden, aber eben nur ein einziges Mal. Ist eine DVD-R einmal beschrieben, können die Daten darauf nicht mehr geändert oder ergänzt werden.

DVD-Double Layer

Dieses Speichermedium ist eine Variante der DVD-R. Auch eine Double Layer DVD kann nur einmal beschrieben werden. Allerdings hat sie mehr Speicherkapazität. Denn sie besteht aus zwei Datenschichten, die übereinanderliegen. Diese doppelte Datenschicht führt dazu, dass auf einer solchen DVD eine Datenmenge von bis 8,5 GB gespeichert werden kann. Damit ist das Speichervolumen rund 1,8-mal größer als bei einer einfachen DVD-R.

DVD-RW

Eine DVD-RW kann mehrfach beschrieben werden. Bis zu 1.000 Mal ist es möglich, die gespeicherten Daten zu bearbeiten, zu ergänzen oder zu löschen und neue Daten aufzuspielen.

DVD-RAM

DVD-RAMs sind wie DVD-RWs wieder beschreibbar und haben die gleiche Speicherkapazität. Allerdings bieten sie drei wichtige Vorteile. Der erste Pluspunkt ist, dass eine DVD-RAM deutlich öfter wiederverwendet werden kann. Während eine DVD-RW nur etwa 1.000 Mal beschrieben werden kann, können die Daten auf einer DVD-RAM bis zu 100.000 Mal aktualisiert, ergänzt oder überschrieben werden.

Zudem wird der DVD-RAM eine längere Lebensdauer zugeschrieben. Das liegt daran, dass sie aus anderen, langlebigeren Materialien gefertigt wird. Der dritte Vorteil ist die optimierte Datensicherheit. Denn das Speichermedium kommt mit einem Defektmanagement daher. Während die DVD beschrieben wird, werden Brennfehler automatisch erkannt und behoben.

Unter den DVDs ist die DVD-RAM das teuerste Speichermedium. Dafür bietet sie aber auch die genannten Vorteile. DVD-RAMs sind ein ideales Speichermedium, um sehr wichtige Daten zu sichern.

Sollen CDs und DVDs dauerhaft vernichtet und sicher entsorgt werden, ist es ratsam, einen entsprechenden Aktenvernichter zu verwenden. Im Handel sind Aktenvernichter erhältlich, die neben Papier auch diese Speichermedien zuverlässig schreddern.

Im 2. Teil der Übersicht nehmen wir Blu-rays, USB-Sticks und externe Festplatten unter die Lupe.

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