5 Tipps zur Nutzung von Online-Vergleichsportalen

5 Tipps zur Nutzung von Online-Vergleichsportalen 

Vergleichsportale im Internet sind beliebte und überaus praktische Hilfsmittel. Um aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen und das beste Angebot zu finden, sollte der Verbraucher aber ein paar Kleinigkeiten beachten. Hier sind 5 Tipps zur Nutzung von Online-Vergleichsportalen.

Das Internet hat sich längst zu einer beliebten und vielgenutzten Einkaufsplattform entwickelt. Schließlich ist im weltweiten Netz so gut wie alles erhältlich und auch wenn es nicht immer kostengünstiger ist als im Laden vor Ort, so wird die Ware immerhin bequem nach Hause geliefert.

Doch das riesige Angebot macht es nicht gerade leicht, den Überblick zu bewahren. Kein Wunder, dass Online-Vergleichsportale gerne in Anspruch genommen werden. Ob Stromtarif, Handyvertrag, Urlaubsreise, Elektrogerät, Auto oder Kredit: Für praktisch jedes Produkt gibt es auch ein passendes Vergleichsportal, das dabei hilft, viele Angebote bequem miteinander zu vergleichen. Die Bewertungen und Kommentare anderer Nutzer wiederum helfen dabei, die Qualität eines Angebots einzuschätzen. Allerdings haben auch Vergleichsportale so ihre Tücken.

 

Worauf der Verbraucher achten sollte, wenn er Online-Vergleichsportale nutzt,
verraten die folgenden fünf Tipps:

 

Tipp 1: Mögliche Voreinstellungen entfernen.

Bei vielen Vergleichsportalen sind bestimmte Kriterien bereits voreingestellt. Bei Gas-, Strom- und Telekommunikationsverträgen können dies beispielsweise die Zahlweise, die Vertragslaufzeit und Rabatte oder Neukundenboni sein. Solche Voreinstellungen können den tatsächlichen Preis aber verfälschen.

Denn wenn der Kunde etwa den Rechnungsbetrag nicht auf einmal im Voraus, sondern aufgeteilt auf monatliche Abschläge bezahlt, wird der Tarif teurer. Genauso kann sich eine kürzere Laufzeit oder eine andere Kündigungsfrist auf den Preis auswirken. Ein Rabatt oder ein eingerechneter Neukundenbonus wiederum ist meist an bestimmte Bedingungen geknüpft und wird oft erst zum Ende einer Vertragslaufzeit ausbezahlt.

Dadurch fallen die Raten, die bis dahin bezahlt werden müssen, tatsächlich höher aus. Bevor der Verbraucher einen Vergleich startet, sollte er also zunächst einmal nachschauen, welche Einstellungen bereits vorgenommen wurden und die entsprechenden Häkchen entfernen oder die Kriterien seinen Bedürfnissen entsprechend ändern.

 

Tipp 2: Sich nicht von der Reihenfolge blenden lassen.

Die Ergebnisse des Vergleichs werden dem Verbraucher in Form einer tabellenartigen Liste präsentiert. Auf den vordersten Plätzen müssen aber nicht zwangsläufig die kostengünstigen Angebote stehen. Stattdessen finden sich hier oft Werbeanzeigen. Hintergrund hierfür ist, dass sich die Vergleichsportale über Werbung finanzieren, um den Service für Verbraucher kostenfrei anbieten zu können.

Dafür verkaufen die Vergleichsportale teils Werbeflächen auf der Seite. Teilweise erhalten sie außerdem Provisionen, wenn der Verbraucher einen Vertrag über das Vergleichsportal schließt oder ein Angebot anklickt und auf die Seite des Onlinehändlers weitergeleitet wird. Die Folge davon ist aber, dass die obersten Platzierungen in den Vergleichsergebnislisten häufig gekauft sind. Der Verbraucher sollte sich deshalb nicht von der Reihenfolge blenden lassen, sondern sich die ganze Liste anschauen.

 

Tipp 3: Auf mögliche Zusatzkosten achten.

Auf der Suche nach dem günstigsten Preis sollte der Verbraucher nicht nur auf den Preis achten, der in der Vergleichsergebnisliste angegeben ist. Stattdessen sollte er prüfen, ob und welche Zusatzkosten noch dazukommen. Denn teilweise bezieht sich der angegebene Preis nur auf eine bestimmte Zahlungsmethode.

Oder Bearbeitungsgebühren, Versandkosten und andere Serviceleistungen werden gesondert berechnet. Manchmal kommen ganz am Ende noch Zusatzposten mit auf die Rechnung, beispielsweise für Steuern oder Versicherungen. Vor dem Klick auf den Bestell-Button sollte der Verbraucher den Endpreis also noch einmal unter die Lupe nehmen.

 

Tipp 4: Die Bewertungen berücksichtigen.

Wenn es darum geht, die Qualität eines Produkts oder Angebots einzuschätzen, können die Bewertungen anderer Verbraucher eine gute Hilfe sein. Allerdings ist hier gesunde Skepsis angebracht. Hat ein Produkt ausschließlich hervorragende Bewertungen mit sehr guten Kommentaren oder klingen die Texte sehr nach Werbeprospekt, könnte es sich um gefälschte Bewertungen handeln. Andersherum können durchweg sehr schlechte Bewertungskommentare von der Konkurrenz stammen.

Zweifel an der Echtheit sind auch dann geboten, wenn ein Produkt auf mehreren Portalen fast gleichlautende Bewertungen bekommen hat. Wenig aussagekräftig ist es außerdem, wenn es nur sehr wenige Bewertungen gibt. Als Faustregel gilt daher: Je öfter ein Produkt bewertet wurde und je durchmischter die Bewertungen sind, desto objektiver ist das Bild.

Auf vielen Vergleichsportalen werden die Produkte vom Betreiber der Seite mit Schulnoten oder Sternchen als Orientierungshilfe bewertet. Um die Aussagekraft dieser Bewertungen richtig einordnen zu können, sollte sich der Verbraucher darüber informieren, anhand welcher Kriterien die Noten zustande kommen.

 

Tipp 5: Mehrere Vergleichsportale nutzen.

Vergleichsportale sind zwar riesige Datenbanken. Doch kaum ein Vergleichsportal listet tatsächlich alle Angebote sämtlicher Anbieter auf. Stattdessen arbeiten die Vergleichsportale oft mit bestimmten Anbietern zusammen und bilden folglich auch nur deren Angebote ab. Zudem können die Kooperationsbedingungen unterschiedlich sein. Die Folge hiervon ist, dass dasselbe Produkt eines Anbieters mit unterschiedlichen Preisen im Internet auftaucht.

Auch wenn der Verbraucher sein Lieblings-Vergleichsportal hat, sollte er deshalb immer mehrere Bewertungsportale bemühen. So kann er sicher sein, wirklich das beste Angebot zu finden. Und: Ein kurzer Blick direkt auf die Seite des jeweiligen Online-Shops oder Anbieters kann ebenfalls nicht schaden. Denn manchmal lässt sich hier ein noch größeres Schnäppchen machen, beispielsweise wenn gerade eine Sonderaktion läuft.

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