4 Berufsbilder im Bereich Datenbanken, Teil 1

4 Berufsbilder im Bereich Datenbanken, Teil 1

Vor allem Unternehmen brauchen Datenbanken, in denen sie verschiedene Daten und Informationen  ablegen, organisieren und verwalten können. Dieser Bedarf und die gleichzeitig stetig wachsende Nachfrage haben dazu geführt, dass sich verschiedene Berufe im Bereich Datenbanken entwickelt haben. Sie befassen sich damit, Datenbanken zu entwerfen und einzuführen, zu pflegen und zu warten.

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4 Berufsbilder im Bereich Datenbanken, Teil 1

Dazu gehören der Datenbankentwickler, der Datenbankadministrator, der Datenbankanalyst und der Datenbank Consultant. In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir diese vier Berufsbilder im Bereich Datenbanken näher vor.

Ein kurzer Hinweis vorab: Selbstverständlich stehen die Jobs allen Geschlechtern offen. Wenn wir in unserem Text nur die männliche Form nennen, hat das nichts mit einer Wertung zu tun. Wir haben uns entschieden, auf Formulierungen wie Datenbankadministrator/-in zu verzichten, um den Beitrag lesefreundlich zu halten.

Der Datenbankentwickler

Der Datenbankentwickler gehört zu den gefragten Berufen. Immerhin schafft er die Basis für eine sichere und zuverlässige Datenhaltung. Gerade in und für Unternehmen ist es nämlich wichtig, dass sie Kunden-, Personal-, Produktions- oder Finanzdaten schnell und einfach verwalten können.

Die wesentliche Aufgabe des Datenbankentwicklers besteht darin, Datenbanken zu entwerfen und einzuführen. Dafür wählt er zunächst ein geeignetes Datenbanksystem aus und legt fest, nach welchen Schemata die Daten erfasst und eingepflegt werden.

Anschließend entwickelt er die Datenbank, implementiert sie im Unternehmen und bringt sie zum Laufen. Auch um Erweiterungen, Analysen und Wartungen kümmert er sich. Dabei muss der Datenbankentwickler natürlich ebenso im Blick haben, dass die Sicherheit der Daten jederzeit gewährleistet sein muss.

Zum Job des Datenbankentwicklers gehört aber nicht nur, Datenbanken zu gestalten, zu programmieren und zu implementieren. Stattdessen ist er ein Dienstleister. In dieser Funktion gehört es einerseits zu seinen Aufgaben, Kunden zu beraten und gemeinsam mit ihnen abzustimmen, welche Anforderungen die Datenbank erfüllen muss.

Andererseits übernimmt der Datenbankentwickler die Einweisung und erklärt seinen Kunden die Nutzung und den richtigen Umgang mit der installierten Datenbank.

Die Tätigkeit findet in erster Linie in Büroräumen statt. Teilweise kann der Datenbankentwickler in seinem Home-Office tätig sein, teilweise arbeitet er vor Ort beim Kunden. Neben Fachwissen braucht der Datenbankentwickler eine gute Portion Flexibilität und Kreativität.

Denn zum einen muss sein Ziel sein, geeignete Lösungen zu finden, die die Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden mit einer sicheren, zuverlässigen und praktikablen Datenumgebung unter einen Hut bringen. Zum anderen sind Unternehmen auf EDV und IT angewiesen, damit die Abläufe störungsfrei laufen. Doch gerade diese Bereiche sind nicht nur sensibel, sondern auch schnelllebig.

Die Aus- und Weiterbildung als Datenbankentwickler

Der Datenbankentwickler ist kein Ausbildungsberuf im klassischen Sinne. Stattdessen schafft eine Weiterbildung die Grundlage für die berufliche Tätigkeit.

Die Schwerpunkte der Weiterbildung liegen auf der Entwicklung, Programmierung, Verwaltung und dem Management von Datenbanken. Die Datensicherheit, die Systemintegration und die Qualitätsprüfung sind weitere Themen.

Für die Weiterbildung sollte der künftige Datenbankentwickler Berufserfahrung im IT-Bereich mitbringen. Außerdem braucht er Englischkenntnisse. Im Laufe der Zeit kann er sich dann noch weiter spezialisieren.

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Möglichkeiten sind zum Beispiel der IT-System-Entwickler oder der Fachinformatiker für Systemintegration, aber auch Richtungen wie Projektmanagement oder Kundenservice und Beratung sind möglich.

Datenbanken sind in den Unternehmen verschiedenster Branchen vorhanden. Aus diesem Grund beschränkt sich die Tätigkeit des Datenbankentwicklers nicht auf IT-Unternehmen. Genauso kann er in der IT-Abteilung jeder größeren Firma arbeiten oder seine Dienste auf selbstständiger Basis anbieten.

Der Datenbankadministrator

Das Berufsbild des Datenbankadministrators hat sich zu einer festen Größe in Unternehmen gemausert. Im Zeitalter der Informationstechnik gewinnt die Organisation und Verwaltung von Daten eine immer größere Rolle. Datenbankmanagementsysteme, kurz DBMS, sind dabei ein zentrales Instrument. Genau an dieser Stelle kommt dann auch der Datenbankadministrator ins Spiel.

Sein Job besteht darin, Datenbanken und DBMS zu installieren, anzupassen und zu warten. Er kümmert sich um den Schutz der internen Daten, die Verwaltung der Zugriffsrechte und die Absicherung durch regelmäßige Back-Ups.

Außerdem analysiert, dokumentiert und optimiert er die Performance einer Datenbank, beispielsweise wenn neue Daten eingepflegt oder vorhandene Einträge abgerufen werden. Treten Systemfehler oder Störungen auf, sucht der Datenbankadministrator nach den Ursachen und versucht, diese möglichst schnell zu beheben.

Die technischen Aspekte des Berufs werden durch den Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Nutzern der Datenbanken ergänzt.  Der Datenbankadministrator berät Auftraggeber, erarbeitet in Abstimmung mit ihnen Lösungen und schult die Anwender im Umgang mit den Systemen.

Das wichtigste Arbeitsgerät für den Datenbankadministrator ist ein stationärer Computer. Dieser kann vor Ort beim Kunden, im Büro oder auch im Home-Office stehen.

Die Aus- und Weiterbildung als Datenbankadministrator

Sorgfalt, Pflichtbewusstsein, Kreativität und abstraktes Denkvermögen sind neben technischem Wissen die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Datenbankadministrator. Schließlich ist sein Job, schnelle und zuverlässige Datenbanken zu entwerfen, in denen die Daten sicher abgelegt und verwaltet werden können.

Wie beim Datenbankentwickler führt auch beim Datenbankadministrator der Weg über eine zertifizierte Weiterbildung. Eine berufliche Ausbildung im IT-Bereich und praktische Berufserfahrung werden dafür meist erwartet.

Arbeitsplätze bieten dann so ziemlich alle Unternehmen und Betriebe, die eine eigene IT-Abteilung haben oder DBMS nutzen und dafür externe Dienstleister beauftragen.

Als erfahrener Datenbankadministrator gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sich auf Felder zu spezialisieren, die über die Administration von Datenbanken hinausgehen. Der Anwendungsberater, der Datenschutzbeauftragte, der Systemprogrammierer oder der Projektleiter sind ein paar Beispiele.

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Gerd Tauber, 42 Jahre, Programmierer, Samuel Wilders, 37 Jahre, IT- Experte und Markus Berthold 44 Jahre, Inhaber einer Medienagentur, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema IT, Internet, Hardware, Programmierung, Software und IT-Jobs.

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